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Landkreis Nordwestmecklenburg steigt um auf Fernwärme aus Biogasanlage
Geschrieben am 2. Dezember 2011 Keine Kommentare
Heiner Wilms, Geschäftsführer der Grevesmühlener Stadtwerke, atmete gestern Mittag erleichtert auf. Mit der Inbetriebnahme der Übergangsstation im Keller der Malzfabrik ist das Thema Fernwärme vorerst abgeschlossen. Die vier 20 Jahre alten Gasheizkessel der Kreisverwaltung haben ausgedient, seitdem die Stadtwerke die Fernwärme für das komplette Bürogebäude liefern. Erzeugt wird die Energie in der Biogasanlage am Degtower Weg, mit dem Gas wird das Wasser auf 80 Grad erhitzt, nach rund zweieinhalb Kilometern kommt es mit 77 Grad im Keller der Malzfabrik an.Die drei Grad Wärmeverlust unterwegs sind ein Spitzenwert in Sachen Ökonomie. Allerdings kochten vor rund anderthalb Jahren die Gemüter in der Grevesmühlener Innenstadt hoch, als die Stadtwerke begannen, die Leitungen zu verlegen. In der Wismarschen Straße gab es mächtigen Ärger, weil die Straße aufgerissen werden musste und die Einzelhändler auf die Barrikaden gingen.
Das ist mittlerweile Geschichte und Ingenieur Frank Meyer aus Wotenitz, der zusammen mit den Stadtwerken das Energiekonzept entwickelt hat, mehr als zufrieden. „Wir sind mutig in Grevesmühlen, wir koppeln uns von den großen Energieversorgern ab. Und das ist genau der richtige Weg.“ Denn die Stadtwerke setzen nicht nur auf Biogas, sondern auch auf Windkraft und Sonnenenergie. Laut Heiner Wilms soll im kommenden Jahr weiter investiert werden. „2013 wollen wir soweit sein, dass Grevesmühlen komplett mit erneuerbarer Energie versorgt werden kann.“ Die Kritik, dass Biogas zu Monokulturen führen würde, weist Wilms kategorisch zurück. „Wir werden von drei Landwirten aus der unmittelbaren Umgebung mit Mais beliefert, ohne dass das zu Monokulturen führt“, erklärte er gestern.
Überdies biete das Thema Fernwärme noch jede Menge Potenzial. So liegen Anschlüsse in der Karl-Marx-Straße bereit, um das geplante Wohngebiet anzuschließen. Die Fritz-Reuter-Schule, der alte Speicher in der Kirchstraße und der Rathausblock werden bereits mit Fernwärme versorgt. „Damit ist die Biogasanlage vorerst ausgelastet, was aber nicht bedeutet, dass wir keine weiteren Abnehmer bedienen können“, so Wilms. „Das könnten wir jederzeit.“
Quelle:Ostseezeitung.de -
29.04.2011 „Tag der erneuerbaren Energien“ in Grevesmühlen
Geschrieben am 23. April 2011 Keine KommentareGrevesmühlen – Erstmalig wird am Freitag, dem 29. April, in Grevesmühlen zu einem „Tag der erneuerbaren Energien“ eingeladen. Die
Idee dazu ist im Verein „Stadt ohne Watt“ entstanden und wird nun mit Unterstützung zahlreicher Partner umgesetzt. „Die Aktionen sollen
Wissenszuwachs bei Schülern und auch allen anderen interessierten Bürgern bringen, die sich an verschiedenen Lernorten gern informieren können“, sagte Vereinsmitglied Werner Küsel. In der Stadt Grevesmühlen wird die Umstellung auf regenerative Energien schon seit rund zehn Jahren in Größenordnungen vorangetrieben.
Etwa 130 Schüler haben sich bereits angemeldet. Sie kommen aus der Wasserturm- und Ploggenseeschule sowie der Fritz-Reuter-
Grundschule aus Grevesmühlen, der Prosekener Realschule sowie den Gymnasien Grevesmühlen und Schönberg. Treff zur Eröffnungsveranstaltung ist um 9 Uhr an der Regionalen SchuleAmWasserturm. Danach werden bis gegen 12Uhr verschiedene Lernorte angeboten, in denen praktische Beispiel für regenerative Energiequellen vorgestellt werden. Dazu gehören die neue Kenersys-Windkraftanlage
bei Bernstorf, die Biogasanlage und die Photovoltaikanlage der Stadtwerke, das Klärwerk des Zweckverbandes im Gewerbegebiet
Nordwest und der Wasserlehrpfad in Wotenitz. „Es ist die erste Veranstaltung dieser Art und wir wollen sie zu einerTradition
in Grevesmühlenwerden lassen“, betont Küsel. -
E.ON Bioerdgas GmbH und Nordzucker AG planen Bioerdgas-Anlage in Grevesmühlen
Geschrieben am 5. April 2011 Keine KommentareDie E.ON Bioerdgas GmbH, Essen, plant die Errichtung einer Bioerdgasanlage in Grevenmühlen.
Eine Option auf den Erwerb des dafür vorgesehenen Grundstücks wurde abgeschlossen. Bei der Versorgung der geplanten Anlage mit Zuckerrüben wird die Nordzucker AG mitarbeiten.„Die geplante Anlage in Grevesmühlen ist Teil unseres Wachstumsprogramms, um zukünftig unseren Kunden auch ausreichend Bioerdgas zur Verfügung stellen zu können“, freute sich Friedrich Wolf bei der Unterzeichnung des Vertrages. „das Grundstück hier in Grevesmühlen ist ein ausgezeichneter Standort für die Anlage.
Die Anlage wird sich sehr gut in die Umgebung und die lokale Struktur einpassen. Für die Landwirtschaft werden sich neue Impulse ergeben, die lokale Arbeitsplätze schaffen. Die Unterstützung der Nordzucker als Partner bei der Bereitstellung von Substrat macht uns zu einem starken und erfahrenen Team“, so Wolf weiter.„Wir begrüßen es sehr, an einem Energieprojekt in einer Region teilnehmen zu können, in der der Zuckerrübenanbau gute Bedingungen und eine lange Tradition hat.“, betont Dr. Michael Gauß, Geschäftsführer der Region Zentraleuropa der Nordzucker AG, das Engagement.
„Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit diesen beiden bekannten Unternehmen die dieses Projekt hier in der Stadt Grevesmühlen angehen wollen.
Wir bieten unseren Investoren eine hervorragende Infrastruktur“, sagte Jürgen Ditz, Bürgermeister von Grevesmühlen anlässlich der Vertragsunterzeichnung.
Der entscheidende Vorteil von Bio-Erdgas liegt darin, dass es als klimaneutraler Brennstoff durch die Weiterverteilung über das Gasnetz überall genutzt werden kann. Möglichkeiten zur effizienten Nutzung des Bio-Erdgas gibt es viele: im Verkehrssektor, in hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen oder Blockheizkraftwerken. So wird durch die Entkoppelung von Biogaserzeugung und Nutzung von Bio-Erdgas eine höhere Effizienz zugunsten des Klimas erreicht.„Diese Vertragsunterzeichnung setzt im übrigen auch einen klaren Akzent in der gegenwärtigen Debatte um das Energiekonzept der Bundesregierung,“ setzte Friedrich Wolf hinzu. „Bioerdgas ist ein Produkt mit großer Zukunft. Die anstehende Novellierung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) und des Erneuerbare Wärme Gesetzes (EWärmeG) bietet die Chance, ein nachhaltiges Fördersystem zu gestalten. Im Rahmen der Erneuerbaren Energien kann Bioerdgas zudem auch eine Rolle im Verkehrssektor spielen.
Die Zuckerrübe ist durch hohe Energiedichte und schnelle Vergärbarkeit ein idealer Rohstoff für die Herstellung von Bioerdgas. Sie hat außerdem positive Wirkung im Rahmen der landwirtschaftlichen Fruchtfolge und gestaltet das Landschaftsbild freundlich. Entwicklungen, wie sie aus der umstrittenen Güllebonus-Regelung resultieren, werden vermieden. Wir freuen uns, dass wir in der Region Grevesmühlen positive Akzente setzen“
Angesiedelt wird die Anlage im neuen Industrie- und Gewerbegebiet “Nordwest” (www.gewerbepark-nordwest.com) auf einer Fläche von ca. 6 Hektar.
Quelle: www.grevesmuehlen.de
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Fernwärme aus Biogas für die Innenstadt von Grevesmühlen
Geschrieben am 26. Januar 2011 Keine Kommentare
Die Stadtwerke Grevesmühlen GmbH haben die Arbeiten an der Fernwärmeversorgung der Innenstadt abgeschlossen.
Das aktuelle Kundenheft informiert über das gesamte Bauvorhaben.Hier steht das Heft zum download bereit: hier
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Veranstaltung: Bioenergiedörfer in Mecklenburg-Vorpommern
Geschrieben am 1. Juli 2010 Keine KommentareBioenergiedörfer in Mecklenburg-Vorpommern.

Chancen für den ländlichen Raum durch Wertschöpfung und Teilhabe.Wege zum Bioenergiedorf.
Technik, Strategie, Finanzierung.am 02./03. Juli 2010 in der Malzfabrik, Börzower Weg 3, 23936 Grevesmühlen stattfinden.
Schirmherr der Veranstaltung ist der Ministerpräsident unseres Landes Herr Erwin Sellering.
Durch hochrangige Vorträge und Workshops werden nicht nur interessierten Bürgermeistern, Gemeindevertretern, Mitarbeitern von Verwaltungen und Landwirten die unterschiedlichen Wege aufgezeigt, die zum Bioenergiedorf führen.
Was ist das Ziel?
Ziel ist es 2010 50+x kleine Städte und Gemeinden auf den Weg zu einer Nachhaltigen Nutzung Erneuerbarer Energien zu bringen bzw. zu begleiten.Die Nachhaltige Produktion und Nutzung Erneuerbarer Energien in ländlichen Räumen, Dörfern und kleinen Städten Mecklenburg-Vorpommerns birgt immense Potentiale und Chancen für Bürger, Kommunen und Unternehmen im Land: zur Errichtung und Stärkung regionaler Wertschöpfungskreisläufe, zur Schaffung neuer Geschäftsmodelle und zur Ansiedelung von Betrieben und Unternehmen, zur politischen und wirtschaftlichen Teilhabe der Bürger in diesem Prozess. Die geglückten Beispiele der nachhaltigen Nutzung Erneuerbarer Energien zeigen, dass unabhängige, regionale Energieproduktion, Energieeffizienz und Klimaschutz heute Standortfaktoren sind, die zunehmend attraktiv für Unternehmen wie für Menschen sind.
Am 02./03. Juli 2010 werden deshalb konkrete Modelle möglicher Bioenergiedörfer in Mecklenburg-Vorpommern sowie unterschiedliche Gesellschaftsformen (Energieerzeugung u./o. Energienetze) vorgestellt und vorgerechnet. Welche Investitionen hierfür notwendig sind und wie Modelle für eine Teilhabe der Bürger vor Ort organsiert werden können, wird hierbei ein Schwerpunkt der Vorträge und Workshops sein. Nicht zuletzt sollen Umfang und Leistungen ingenieurtechnischer Potentialanalysen beschrieben und die Frage ihrer Finanzierung beantwortet werden.
Wie geht es weiter?
Schon jetzt sind mehr als 50 Gemeinden dabei! Aktuell haben sich über 150 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für die Veranstaltung angemeldet.Im Rahmen des für dieses Projekt erschließbaren Fördertitels „Förderung kommunale Agenda“ des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz MV sind bis zu 50% der entstehenden Ausgaben, z.B. für Potentialanalysen, förderfähig. Für die Finanzierung der restlichen Kosten werden wir Antworten geben. Darüber hinaus gilt es weiterhin Fördermittel auf Bundesebene für dieses einzigartige Projekt zu akquirieren, weshalb die Vorbereitung des Clusterantrags 50+X bei Klimaschutzinitiative (BMU) weiterhin Priorität hat.
Die Veranstaltung inkl. Tagungsgetränke, Mittag und Abendessen ist für Sie kostenfrei!
Kosten für Anreise und Unterkunft tragen die Teilnehmer selbst.Die Teilnehmerzahl ist leider begrenzt. Da die Tagung in die touristische Kernsaison fällt, sollten Sie sich frühzeitig um eine Unterkunft bemühen.
Tourismusinformation Grevesmühlen, Am Kirchplatz 5, 23936 Grevesmühlen, Telefon 03881-723222?Organisation der Veranstaltung:
Akademie für Nachhaltige Entwicklung
Mecklenburg-Vorpommern
Neue Wallstraße 12
D-18273 Güstrow
Tel.:+49 (03843) 776905
Fax:+49 (03843) 773317
E-Mail: foerderverein@fane-mv-ev.de

